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Fahrzeugelektronik
Früher waren Automobile wie Lokomotiven mechanische Wunderwerke - die einzige elektrische Ausrüstung waren die Beleuchtung und bei Ottomotoren die Zündung. Heute enthalten diese Fahrzeuge die modernsten elektronischen Einrichtungen: Angefangen von der Antriebssteuerung, über Klimatisierung, Lagestabilisierung, Komforteinrichtungen bis hin zu Energiesparmaßnahmen bei der Motorsteuerung und Energierückgewinnung beim Bremsen. Im modernen Kraftfahrzeug arbeiten, lange bevor wir einsteigen, schon die ersten Mikroprozessoren, um zu prüfen, ob wir überhaupt rein dürfen. Während der Fahrt meinen wir, das Auto genauso zu steuern wie es vor 50 Jahren war und merken kaum, wie viele elektronische Helfer uns das Fahren sicherer, bequemer und sparsamer machen. Und nachdem wir wieder ausgestiegen sind, machen sie alle Schotten dicht und verabschieden uns mit einem Codesignal an unseren Schlüssel, damit wir später auch wieder aufsperren dürfen. Wußten Sie, daß bereits heute bis zu 90 % der Entwicklungsanstrengungen eines PKW in die Elektronik gehen und auch in der Fertigung modernster Fahrzeuge der Aufwand der Elektronik 30 % der Gesamtkosten ausmacht? In Bayern sind viele HighTech Firmen für die Entwicklung und Produktion von Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Nutzfahrzeugen und deren elektronische Komponenten beheimatet. Dazu gehören eine riesige Zahl von Zulieferfirmen; kurz, es gibt hier viele technisch anspruchsvolle, interessante und natürlich auch gut bezahlte Arbeitsplätze für Ingenieure, welche sich in ihrem Studium auf diese Technik spezialisiert haben. Klar, daß diese große Gebiet in der Lehre nur in Zusammenarbeit mehrerer Labors und Fachbereiche bearbeitet werden kann. Eine große Zahl an Fachleuten, die auf dem Gebiet der Fahrzeugelektronik Erfahrungen in der Fahrzeugindustrie, aber auch bei Halbleiterfirmen gesammelt haben, unterrichten unsere Studenten in kleinen Gruppen an Computern und an Praktikumsplätzen, die Teile der Fahrzeuge nachbilden. Die Lern- und Arbeitsthemen umfassen unter anderem elektrische Bordnetzsysteme der Fahrzeuge, digitale Signalverarbeitung mit Mikroprozessoren, Sensoren und Antriebsaggregate. Alle diese Systeme müssen heute auch helfen, Kraftstoffe einzusparen. Ohne die elektronischen Helfer gibt es kein 3 Liter Auto und keine Formel 1. Die praktische Anwendung steht bei uns wie auch bei allen anderen Schwerpunkten im Vordergrund. Den Abschluß des Studiums bilden Diplomarbeiten: In unseren Labors oder auch in Entwicklungslabors der Industrie können die Studenten das Erlernte beweisen und anwenden - oft resultieren daraus schon Kontakte für die spätere berufliche Laufbahn. Eine Reihe von Studienfächern ermöglichen die Anwendung und Vertiefung des Grundlagenwissens auf dem genannten Gebiet. Sie ist geeignet für Studenten der Elektrotechnik und Fahrzeugtechnik aller Studienrichtungen und ist die Basis für einen Ingenieur, der in der Fahrzeugelektronik forschen und entwickeln will. |
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