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Elektrotechnik und Informationstechnik

Informations- und Kommunikationstechnologie wird von Vielen mit Informatik gleichgesetzt. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus: Die Informatik beschäftigt sich hauptsächlich mit der professionellen Softwareerstellung in allen Bereichen der Informationsverarbeitung. Der Informations- und Kommunikationssektor ist aber wesentlich vielschichtiger: Er besteht neben der Software natürlich auch aus der benötigten Hardware und den technischen Systemen, auf denen die von Informatikern erstellte Software läuft. Diese Technologien sind klassische Elemente der Elektrotechnik. Die Informationstechnik stellt damit ein wichtiges Bindeglied zwischen der klassischen Elektrotechnik und der Informatik dar. Die Hauptaufgaben sind dabei:

  • Verarbeitung von Informationen in digitaler Form (Multimedia, Computertechnik, Mikroelektronik, Optoelektronik)
  • Schnelle und zuverlässige Übertragung großer Datenmengen (Satellitenkommunikation, Mobilfunk, Internet)
  • Effiziente und sichere Speicherung großer Datenmengen (Festplatten, DVD)
  • Visualisierung und Darstellung von Informationen (Virtual Reality, 3D Grafik)
  • Steuerung und Regelung in der Automatisierung (Automatisierungstechnik, Robotik)
  • Verarbeitung von Daten in Geräten (Embedded Systeme)

Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, das die Elektrotechnikausbildung in unserem Fachbereich weit in die Gebiete der Informationstechnik hineingreift. Dem hohen Stellenwert dieser Technologien in der Ausbildung trägt auch der Name unseres Fachbereiches Rechnung. Mit Hilfe moderner und praxisorientierter Lehre erhält der Student ein umfassendes Wissen über Informationstechnologien. Bereits im Grundstudium erlernt er die notwendigen Programmiersprachen und den effektiven Umgang damit. Im Hauptstudium folgt, je nach Vertiefungsrichtung, eine breitbandige Ausbildung, die mit der klassischen Elektrotechnik nur noch den Namen gemein hat. Der Beruf des Elektroingenieurs wird häufig zu sehr mit "Elektronikbastler" in Verbindung gebracht. Das dies nicht so ist, werden Sie schnell merken. Alle Berufsfelder der Elektrotechnik erfordern einen ausgeprägten Sinn für mathematisch-physikalische Zusammenhänge. Es gibt kaum einen Beruf, der mehr Möglichkeiten bietet, kreativ und innovativ zu sein: Das Spektrum reicht von der Energietechnik, der Nachrichtentechnik, der Meß- und Automatisierungstechnik, der Datentechnik, der Elektronik bis hin zu den Internet-Technologien. Daher wird in der Lehre besonders großer Wert auf die heute so wichtigen Kommunikations- und Informationstechniken gelegt.
Mit Hilfe dieser Ausbildung sind unsere Studenten in vielen Bereichen einsetzbar und gelten als hervorragende Fachkräfte. Die folgende Grafik zeigt, in welchen Bereichen Elektroingenieure heute arbeiten und zu welchem Anteil sie in diesen Tätigkeitsfeldern beschäftigt sind.

Anwendungen von Elektronik, Telekommunikation sowie Informations- und Medientechnik werden in deutschen Anwender- und Anbieterbranchen in den nächsten 15 Jahren etwa 210.000 Arbeitsplätze schaffen. Etwa 80.000 Arbeitsplätze sollen unmittelbar bei den Herstellern von Informationstechnik (Hardware, Software und dazugehörende Dienstleistungen) entstehen, was einen Beschäftigungszuwachs um fast ein Drittel im Bereich der Elektrotechnik und Informationstechnik bedeutet.
(Quelle: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie)

Wie gut die Berufschancen unserer Absolventen sind, zeigt das Beispiel des Adecco Stellenindexes Bayern aus dem Jahr 2005:
Von 5278 Stellenangeboten der Hightech-Industrie im Jahr 2005 richteten sich 2607 Angebote an Elektrotechnik-Ingenieure.

Checkliste: Warum Elektrotechnik und Informationstechnik studieren?

  • Moderne zukunftsorientierte Inhalte
  • Schnittstelle zwischen Informatik und Elektrotechnik
  • Grundlagen beider Bereiche bereits im Grundstudium
  • Zusätzliche Vertiefungsmöglichkeiten im Hauptstudium
  • Flexible Studiengestaltung
  • Förderung eines zügigen Studiums
  • Viele Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Forschung
  • Größte Wachstumsbranche
  • Großes Stellenangebot

Elektrotechnik und Informationstechnik an der FH München

Sie wollen ...
... den Transistor verstehen? ... einen Prozessor designen? ... ein Solarkraftwerk dimensionieren? ... den Satellitenfunk optimieren? ... eine Autofabrik steuern? ... viele Computer miteinander vernetzen? ... das Internet verstehen? Dann sind Sie an der Hochschule München genau richtig. Die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik bietet einen breit gefächerten Studiengang mit Bachelor- und Master-Abschluss. Elektrotechnik ist, wie jeder Ingenieurstudiengang, nicht unbedingt ein leichtes Studium. Aber keine Angst, es bleibt genügend Zeit, sich seinen Freizeitaktivitäten zu widmen. Auch hat das Studium der Elektrotechnik einen wissenschaftlichen Anspruch. Schließlich wollen Sie später im Beruf nicht "basteln", sondern mit ingenieurmäßigen Methoden praxisorientierte Lösungen entwickeln oder ein Unternehmen leiten. Wichtig ist also das Interesse an Mathematik, Physik und am Denken in Modellen.

Im Zuge der Globalisierung entstand um die Jahrtausendwende die Notwendigkeit, ein zweistufiges akademisches Ausbildungssystem anzubieten. Weltweit hat sich das angelsächsische Bildungssystem mit den aufeinander folgenden Abschlüssen Bachelor und Master durchgesetzt. Mit einem Masterabschluss wird auch die von Universitäten geforderte Voraussetzung für eine Promotion erfüllt. Mit der Einführung dieser Abschlüsse, die von der ASIIN (Akkreditierungsagentur für Studiengänge der Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik) akkreditiert sind, wurde das Studienangebot der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik durch die Einführung neuer Studien- und Prüfungsordnungen grundlegend reformiert. Es werden modular aufgebaute und individuell gestaltbare Studiengänge angeboten, die zu den gestuften Abschlüssen "Bachelor of Engineering" und "Master of Science in Electrical Engineering" bzw. "Master of Systems Engineering" führen.

Das Studium gliedert sich in zwei Teile. Im Grundstudium werden vor allem naturwissenschaftliche Grundlagen in der Mathematik, Physik und Informationstechnik gelehrt, sowie erste Einblicke in die "richtige" Elektrotechnik gewährt. Im Hauptstudium kann man seinen Interessen folgen und sich eine Fächerauswahl zusammenstellen. Nach Abschluß des Studiums einen Job zu finden, fällt nicht schwer! Die Berufsaussichten sind hervorragend!

Kennzeichnend für den Berufsalltag des Ingenieurs ist, dass er im Bereich realer Technik tätig ist. Seine Aufgabe ist es vor allem, Ergebnisse der Grundlagenforschung in entsprechende Technologien umzusetzen. Er beschäftigt sich also mit technischen Anlagen, insbesondere Maschinen und Apparaturen, indem er forscht und plant und die Entwicklung technischer Konstruktionen überwacht und leitet. Die Ingenieur- und Naturwissenschaften haben fließende übergänge, entsprechend die Tätigkeitsfelder beider Berufsgruppen. Während die grundlegende Funktion des Naturwissenschaftlers in der Schöpfung neuen Basiswissens liegt, besteht die des Ingenieurs in dessen Umsetzung in neue Produkte und Produktionsverfahren. Unabhängig von der gewählten Fächerkombination hat der Ingenieur die Wahl zwischen den unterschiedlichsten Berufsfeldern:

  • Entwicklung (Konzeption, Entwurf, Berechnung, Simulation und Konstruktion von Hardware und Software für Bauelemente, Geräte, Systeme und Anlagen)
  • Projektierung (Systementwurf von Anlagen der elektrischen Energietechnik, der Automatisierungs- und Kommunikationstechnik).
  • Fertigung (Arbeitsvorbereitung, Produktion)
  • Qualitätssicherung
  • Vertrieb (Kundenberatung und Projektabwicklung)
  • Montage, Inbetriebsetzung und Service
  • Betrieb und Instandsetzung
  • überwachung und Begutachtung
Elektroingenieure arbeiten heute in allen Bereichen unserer modernen Informationsgesellschaft. Schlagworte wie das Internet und das Mobiltelefon, Kommunikations- und Navigationssatelliten, Hochleistungsrechner, Kraftwerke und Hochspannungsnetze, erneuerbare Energiewirtschaft und Roboter - in all diesen Gebieten waren es Elektroingenieure, die Forschung, Entwicklung und Produktion in verantwortungsvollen Positionen innovativ mitgeprägt haben. Berufsmöglichkeiten bieten sich außerdem in der Computerindustrie, dem Maschinenbau, aber auch in anderen Industrien, in Forschung und Lehre, im Patentwesen, oder auch als Selbständiger in einem Ingenieurbüro. Die Berufsausichten sind hervorragend, da sowohl in Westeuropa als auch in den USA ein akuter Mangel an qualifizierten Elektroingenieuren herrscht.

Von der Erzeugung der Energie in Kraftwerken und der Verteilung in Hochspannungsnetzen bis hin zum Endverbraucher mit dem PC im Haushalt oder Büro ist es die Elektrotechnik und Informationstechnik, die unser tägliches Leben in zumeist angenehmer Weise beeinflusst. Ihre Kerngebiete sind die Elektronik (mit Mikroelektronik, Optoelektronik und Leistungselektronik), die Kommunikationstechnik, die Automationstechnik, die Informationstechnik und die Energietechnik. Seit zig Jahren prägen Elektrotechnik und Informationstechnik unser Leben. Das Handy, das Internet, Satellitenkommunikation, der PC, Solarzellen oder der Herzschrittmacher sind nur einige Beispiele.

Diesen Anforderungen wird das Hauptstudium mit seinem vielfältigen Angebot gerecht. Neben den bewährten Vertiefungsrichtungen "Allgemeine Elektrotechnik", "Automatisierungstechnik", "Technische Informatik", "Regenerative Energien - Energietechnik" und "Kommunikationstechnik" erlaubt der modulare Aufbau eine individuelle Gestaltung der Fächerwahl. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelor-Studiengangs kann ohne Zeitverzögerung in den Master-Studiengang gewechselt werden. Der Einstieg in die Master-Studiengänge ist mit einem Bachelor- oder dem Diplomabschluss und bei bestandener Eignungsprüfung möglich.

Durch eine umfassende Ausbildung in den Grundlagenfächern werden die Studierenden in die Lage versetzt, die wesentlichen Zusammenhänge zu erkennen und jene Flexibilität zu erlangen, die nötig ist, um der rasch fortschreitenden technischen Entwicklung gerecht zu werden. Die Ausbildung in den einschlägigen Fächern befähigt darüber hinaus dazu, die Auswirkungen der Elektrotechnik auf Umwelt und Gesellschaft zu erkennen und verträglich zu gestalten. Im praktischen Teil des Studiums werden sie durch modern ausgestattete Labore an den aktuellen Stand herangeführt. Unter anderem besteht die Möglichkeit, elektronische Schaltungen nicht nur zu entwerfen, sondern diese auch gleich im Mikroelektroniklabor unter Reinraumbedingungen zu fertigen. Weiter geht es mit der Programmierung von Mikrocontollern und Steuerungen, der Untersuchung von Lasersendern, dem Vermessen von Satellitenantennen unter Weltraumbedingungen in der Compact Range, dem Steuern eines autonomen Roboterfahrzeugs oder dem Arbeiten mit der hauseigenen Photovoltaikanlage, um nur einige der angebotenen Möglichkeiten zu nennen. Die praktischen Erfahrungen aus dem Studium lassen sich auch gleich gewinnbringend im sechsten Semester, dem praktischen Studiensemester, bei einer Tätigkeit in der Industrie oder einem mittelständischen Unternehmen einsetzen. Die Firmen in München und im Umland bieten eine reiche Auswahl an Betätigungsfeldern. Die Vernetzung zwischen Unternehmen und FH ist sehr eng: in vielen Firmen sitzen FH-Absolventen (von der Entwicklungsabteilung bis zur Geschäftsführung) und manche von ihnen kehren als Lehrbeauftragte zurück. Die Studienpläne sind so gestaltet, dass die jeweiligen Abschlussarbeiten (Bachelor- oder Masterarbeit) in der Regelstudienzeit studienbegleitend durchführbar sind.

Das Bachelor-Studium der Elektrotechnik und Informationstechnik hat das Ziel, durch praxisorientierte Lehre eine auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden beruhende Ausbildung zu vermitteln, die zu einer eigenverantwortlichen Berufstätigkeit als Ingenieur befähigt. Es erfordert vor allem Abstraktionsvermögen, geistige Beweglichkeit sowie Interesse und Begabung für Naturwissenschaften und Mathematik. Nach dem viersemestrigen Grundstudium können Sie entsprechend Ihren Neigungen und Interessen einen Ausbildungsplan für das Hauptstudium zusammenstellen. Jeder Ausbildungsplan muss genehmigt werden. Es gibt jedoch basierend auf unseren Erfahrungen und der erzielten Akzeptanz in der Industrie Vertiefungsrichtungen mit vorgegebenen Ausbildungsplänen, die als bereits genehmigt gelten. Im Abschlusszeugnis werden diese genehmigten Vertiefungsrichtungen dann auch namentlich ausgewiesen. Nach erfolgreichem Studium wird der akademische Grad "Bachelor of Engineering", abgekürzt "BEng" verliehen.

Das Masterstudium Electrical Engineering bietet einen Abschluss gemäß dem internationalen Standard und ermöglicht damit einen reibungslosen internationalen Austausch. Es wendet sich an Interessenten, die eine Berufstätigkeit im Bereich Forschung und Entwicklung anstreben und die bereits einen einschlägigen berufsqualifizierenden Abschluss (Bachelor oder Dipl.-Ing. FH) im In- oder Ausland erworben haben. Das Studium bietet sowohl eine Vertiefung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen als auch eine Verbreiterung der Fachausbildung. Durch Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Fachgebieten und Konzentration auf gemeinsame Prinzipien wird die Kompetenz für die Bewertung, Planung und Entwicklung von komplexen Systemen entscheidend gefördert. Ein Teil der Fächer wird englischsprachig angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt im Vollzeitstudium drei Semester und im Teilzeitstudium sechs Semester. Das Teilzeitstudium ist berufsbegleitend möglich. Nach erfolgreichem Studium wird der akademische Grad "Master of Science" verliehen. Damit wird grundsätzlich die Voraussetzung erworben, zu promovieren.

Das Masterstudium Systems Engineering ist fachneutral und bietet ebenfalls einen Master-Abschluss gemäß dem internationalen Standard und ermöglicht damit einen reibungslosen internationalen Austausch. Das Studium beinhaltet eine praxisnahe Ausbildung für die Planung, den Entwurf und die Integration komplexer Systemlösungen. Die Studierenden sollen befähigt werden, durch eine effektive Verbindung von Kenntnissen unterschiedlicher technischer, wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Disziplinen vielschichtige Entwicklungs- und Planungsaufgaben zu lösen. Die Studierenden lernen Methoden und Werkzeuge der Systemtechnik sowie des Planungsmanagements (Projektmanagement, Qualitätssicherung, Konfigurationsmanagement, betriebswirtschaftliche und soziale Aspekte, Arbeitsmethodik) kennen. Damit werden sie in Verbindung mit den im vorangegangenen Studium erworbenen Kenntnissen in die Lage versetzt, komplexe Aufgaben in der Entwicklung und Planung von Gesamtsystemen zu lösen. Ein Teil der Fächer wird englischsprachig angeboten. Die Regelstudienzeit beträgt im Vollzeitstudium drei Semester und im Teilzeitstudium sechs Semester. Das Teilzeitstudium ist berufsbegleitend möglich. Nach erfolgreichem Studium wird der akademische Grad "Master of Systems Engineering" verliehen. Damit wird grundsätzlich die Voraussetzung erworben, zu promovieren.

Die Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik pflegt seit etlichen Jahren internationale Kooperationen mit ausländischen Hochschulen, darunter in Spanien (Universidad de Valladolit, Universidad Politecnica de Madrid und Universidad de Sevilla), in Portugal (Universidade Superior Tecnico de Lisboa), in Griechenland (TEI Athen und TEI Thessaloniki), in Frankreich (Universite de Rennes), in Ungarn (FH Budapest) und in Brasilien (Centro Federal De Educacao Tecnologica). über die Programme wie Sokrates und ECTS kann ein Teil der Studien- und Prüfungsleistungen auch an ausländischen Hochschulen freier Wahl erbracht werden.

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